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… für kompetente Mitarbeiter/innen
Um den neuen Qualifikationserfordernissen gerecht zu werden, brauchen An- und Ungelernte zukünftig neben fachlichen Basisfertigkeiten ein breites Spektrum überfachlicher Kompetenzen.
Gefragt sind Generalisten, die selbstständig ihrer Kerntätigkeit vor- und nachgelagerte Aufgaben übernehmen, d.h. als Dienstleister am und im Produktionsprozess agieren. Neben fachlichen Kenntnissen werden verstärkt personale, methodische und soziale Kompetenzen gefordert. Flexibel einsetzbar, teamfähig, technisch fit, kundenorientiert, qualitäts- und kostenbewusst‘ – das sind zentrale Kompetenzen, die man von Angelernten künftig erwartet.
Selbst an klassischen Arbeitsplätzen für Angelernte in der industriellen Produktion werden heute Qualifikationen erwartet, die selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren der Arbeit ermöglichen. „Vom weisungsgebundenen Arbeiten geht der Trend zu mehr Mitverantwortung und Mitgestaltung“.
Darauf verweisen Untersuchungen zu Qualifikationsentwicklungen im Bereich der einfachen Arbeit in verschiedenen Branchen: Einen Überblick zu den Forschungsergebnissen bietet der Artikel „Qualifiziert für einfache Tätigkeiten? Einfache Arbeit im Wandel – Perspektiven für Geringqualifizierte“ von Dominique Dauser. Den Artikel können Sie sich hier herunterladen (Download als PDF, 542KB).
- Kurze Produktionszyklen und zunehmende Konzentration auf Kleinserien erlauben es, auf globalen Märkten in der Konkurrenz um Kunden effektiver und schneller reagieren zu können. Die Beschäftigten sollten sich daher schnell an veränderte Arbeitsbedingungen anpassen und neue Verfahren verstehen können. Flexibilität, Organisationsvermögen und technische Kompetenz sind notwendige Qualifikationen in diesem Bereich.
- Viele Arbeiten, die früher zum Aufgabenbereich von Facharbeitern zählten, werden heute direkt von Beschäftigten „vor Ort“ ausgeführt. Hierzu zählen beispielsweise die Einrichtung und Überwachung der Maschinen, die Ausführung von Wartungstätigkeiten oder die Beseitigung kleinerer Störungen im Betriebsablauf. Hierfür erforderlich sind Problemlösungskompetenz und das Verständnis technischer Zusammenhänge.
- Betriebliche Informationsprozesse haben einen bedeutenden Stellenwert im Betrieb. Kommunikation mit anderen Abteilungen, Vorgesetzten oder Kunden, das Eingehen auf wechselnde Ansprechpartner und die gezielte Weitergabe von Know-how gehört zum beruflichen Alltag. Neben der Kenntnis automatisierter Kommunikationssysteme sollten moderne Beschäftigte hierzu auch über ausreichende soziale Kompetenz verfügen.
- Mitarbeiter/innen übernehmen immer mehr Verantwortung für die Qualität ihrer Arbeit und für die Umsetzung betrieblicher Umwelt- und Sicherheitsstandards. Sie überprüfen eingehendes Material, führen die Endkontrolle selbstständig durch und arbeiten mit an der Entwicklung von Qualitäts- bzw. Sicherheitskriterien. Um Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren, ist ein „Mitdenken“ auf allen Ebenen notwendig. Grundlage dafür ist es, dass die Beschäftigten den betrieblichen Produktionsprozess als Ganzes verstehen und ihre eigene Arbeit als Beitrag im betrieblichen Wertschöpfungsprozess begreifen.
Informationen über Forschungsergebnisse zur Früherkennung von Qualifikationsentwicklungen im Bereich der einfachen Arbeit finden Sie in folgenden Publikationen:
- Dauser, D., Zeller, B., Richter, R. (2004): Zukunft der einfachen Arbeit. Von der Hilfstätigkeit zur Prozessdienstleistung. Buchreihe: Wirtschaft und Bildung, Band 31. Hg.: Forschungsinstitut Betriebliche Bildung. W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld
- Galiläer, L.: Früherkennung von Qualifikationserfordernissen für benachteiligte Personengruppen, in: Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hg.): Berufsbildungsbericht 2004, S. 310. Bonn 2004
- Galiläer, L.: Entwicklung "einfacher Tätigkeiten" und betriebliche Personalarbeit, in: Frequenz-Newsletter, Heft 01/2004, S. 9 - 10
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