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Teilnehmer auswählen

Nachdem klar ist, welcher Qualifizierungsbedarf im Betrieb besteht, steht die Entscheidung darüber an, welche An- und Ungelernten für eine Qualifizierung in Frage kommen. Können die erforderlichen Qualifikationen nicht mit eigenen Beschäftigten abgedeckt werden, gibt es auch die Möglichkeit, im Rahmen einer betrieblichen Nachqualifizierung erwerbslose Erwachsene auszubilden und bei Eignung in den Betrieb zu übernehmen.

Ein Personalverantwortlicher aus einem Stahlwerk in Bremen:

„Bei der Auswahl der Teilnehmenden gelten als ausgesprochen positive Aspekte in der Arbeitsbiographie, wenn sie bisher schon eine hohe Bereitschaft hatten, sich in neue Arbeitsaufgaben einarbeiten zu lassen, ebenso eine hohe Bereitschaft, an innerbetrieblichen Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen und eine hohe Bereitschaft, zusätzliche Tätigkeiten zu übernehmen, wie Vertretung im Krankheitsfall von Kollegen und solche Dinge mehr.“

Wie werden die Teilnehmer im Betrieb ausgewählt?

Es liegt im Interesse aller am Qualifikationsprozess interessierten Mitwirkenden –Teilnehmer, Betrieb, Bildungsdienstleister und/oder ARGE – im Vorfeld der Qualifizierung genau zu prüfen, ob die Fähigkeiten, Bereitschaft und Eignung eventueller Teilnehmer einen erfolgreichen Abschluss der Maßnahme erwarten lässt.  Geklärt werden muss, welche Arbeitskräfte im Unternehmen an einer Qualifizierung interessiert sind und die nötigen Voraussetzungen hierfür mitbringen. Wichtige Aspekte hierfür können sein:

  • Ob das von den Geringqualifizierten bisher gewonnene Arbeits- und Leistungsbild von den jeweiligen Vorgesetzten positiv bewertet wird;
  • Ob die Interessenten schon an anderen Qualifizierungsmaßnahmen teilgenommen haben und welche Erfahrungen hierbei gemacht wurden;
  • Ob besondere persönliche und sich aus dem Umfeld ergebende Bedingungen den Erfolg der Nachqualifikation beeinträchtigen könnten, beispielsweise finanzielle Probleme oder zeitliche Engpässe infolge von Doppelbelastungen;

Auch die Durchführung geeigneter Tests, beispielsweise Einstiegstests des Bildungsträgers, psychologische Tests oder Assessment-Center-Verfahren, kann wichtig sein für eine Entscheidung darüber, welche Geringqualifizierten für die Nachqualifizierung geeignet sind.

Welche Teilnehmer kommen über den Bildungsdienstleister?

Verfügen Sie im Betrieb nicht über genügend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die eine modulare betriebsnahe Qualifizierung in Frage kommt? Um dennoch Fachkräfte über eine betriebsnahe modulare Nachqualifizierung zu gewinnen, können Sie Ihr Unternehmen als Partner für eine solche Maßnahme bei einem Bildungsdienstleister anmelden. Der Bildungsdienstleister versucht dann gemeinsam mit Ihnen, geeignete Kräfte für Ihr Unternehmen zu finden. Anhand des Anforderungsprofils, das Sie liefern oder gemeinsam mit dem Bildungsdienstleister erarbeiten, trifft der Bildungsdienstleister für Sie eine Vorauswahl. In Anschluss daran stellen sich die ausgewählten Teilnehmer in Ihrem Betrieb vor.

Welche Informationen und Werkzeuge können dabei unterstützen?

  • Wie die Teilnehmerinnen bei einem Projekt zur Qualifizierung von an- und ungelernten Frauen zur Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation ausgewählt wurden, können Es folgt ein externer Link in einem neuen Fenster:Sie hier abrufen (Download als PDF, 39KB). Krings, Ursula; Oberth, Christa; Zeller, Beate: Flexible Wege zum Berufsabschluss. Modulare Nachqualifizierung im Betrieb. Ein Leitfaden für die Praxis. Bertelsmann, Bielefeld 2001. Teil B, Kapitel 1.