
Ausgangspunkt für eine zielgerichtete Qualifizierungsplanung ist es, die Kompetenzen der Belegschaft auf die (künftigen) betrieblichen Anforderungen abzustimmen. Wichtig hierfür ist es, sich zunächst ein genaues Bild darüber zu verschaffen, welche Qualifikationen im Unternehmen gebraucht werden und welche Qualifikationen die Beschäftigten bereits mitbringen.
Der Personalleiter eines Stahlwerks in Bremen berichtet:
„Bei uns hat es sich als sehr nützlich erwiesen, systematisch nach Schwachstellen im betrieblichen Ablauf zu suchen. Und das ist bei uns nicht allein Chefsache – auch die Beschäftigten werden in die Analyse mit einbezogen. Oft wissen gerade sie am besten, welche Defizite vorliegen und welche Verbesserungen möglich wären.“
Um herauszufinden, welche Qualifikationsdefizite in welchen Bereichen Ihres Unternehmens vorliegen, ist zunächst eine genaue Analyse der Situation im Betrieb erforderlich. Geprüft werden sollten neben aktuellen Veränderungen in den einzelnen Arbeitsbereichen auch künftige Marktentwicklungen und Strategien der Geschäftsleitung. Der konkrete Qualifikationsbedarf ergibt sich dann durch einen Soll-Ist-Abgleich der ermittelten Anforderungen mit den Mitarbeiterpotentialen.
Wichtig ist es, den Qualifizierungsbedarf im Betrieb systematisch und langfristig zu erfassen, um frühzeitig geeignete Qualifizierungsstrategien einleiten zu können. Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen ist dies infolge mangelnder zeitlicher, personeller oder finanzieller Ressourcen oft nur schwer möglich. Die Lösung für dieses Dilemma: Der Betrieb bindet schon bei der Bedarfsanalyse einen Bildungsdienstleister mit Erfahrung in der Umsetzung modularer betriebsnaher Qualifizierung ein.
Einen ersten Hinweise darauf, ob im Unternehmen Qualifizierungsbedarf besteht, bietet die „Checkliste für das Vorhandensein eines Qualifizierungsbedarfs“. Sie soll dabei helfen, veränderte Produktionsstrukturen und Arbeitsbedingungen zu erfassen. Wenn Sie bei einem oder mehreren Punkten sagen: „Ja, das trifft auf unser Unternehmen auch zu!“, sollten Sie aktiv werden. Hier können Sie die Checkliste herunterladen (Download als PDF, 43KB).
Welcher Qualifikationsbedarf in den Stahlwerken Bremen zur Durchführung einer betrieblichen Nachqualifizierung geführt hat, wird in der Broschüre: „Angelernt? Beruf gelernt! Mit Fachkräften erfolgreich in die Zukunft“ beschrieben. Die Broschüre können Sie hier herunterladen (Download als PDF, 2120KB). Die Broschüre kann auch in Printform bestellt werden. Weitere Informationen bekommen Sie von Herbert Rüb, rueb@inbas.com
Ein wichtiger Aspekt für eine erfolgreiche Qualifizierung ist die sorgfältige Auswahl der An- und Ungelernten, die daran teilnehmen. Unerlässliche Voraussetzung ist neben dem Interesse an einer Weiterbildung auch die Bereitschaft, sich den oft anspruchsvollen Anforderungen des Lernprozesses zu stellen. Gesprochen werden sollte über mögliche Bedenken, Hindernisse finanzieller oder zeitlicher Art und darüber, welche Hilfsleistungen möglich sind. Bewährte Methoden der Eignungsfeststellung helfen beim Auswahlverfahren und auch hier kann ein Bildungsdienstleister mit Erfahrung in der Umsetzung modularer betriebsnaher Qualifizierung wertvolle Unterstützung anbieten.
© bfz gGmbH Bildungsforschung