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Qualifizierung gemeinsam gestalten
Unerlässliche Voraussetzung für den Erfolg einer modularen Nachqualifikation ist die enge und gut geplante Abstimmung aller Beteiligten – Unternehmen, Bildungsdienstleister und evtl. auch ARGEn. Regelmäßige Treffen unterstützen den Informationsaustausch und helfen dabei, Probleme bei der Umsetzung möglichst schnell beheben zu können.
Der Verantwortliche einer Großbäckerei berichtet:
"Einer der Schlüssel zum Erfolg unserer Nachqualifizierung war die enge Abstimmung zwischen dem Personalverantwortlichen in unserem Betrieb und dem Bildungsträger, der uns begleitet hat. Dabei haben wir von Anfang an darauf geachtet, dass klare Ansprechpartner bei Bildungsträger und Betrieb benannt und in allen Phasen frühzeitig verbindliche Absprachen getroffen wurden."
- Bildungsdienstleister und Betrieb analysieren den Qualifizierungsbedarf im Unternehmen
- Der Bildungsdienstleister arbeitet Module aus, anhand derer die Qualifikationsinhalte vermittelt werden können.
- Bildungsdienstleister und Betrieb legen fest, welche Arbeitsplätze geeignet sind, die Ausbildungsinhalte zu vermitteln und wer im Betrieb als Lernberater fungieren kann.
- Experten des Bildungsdienstleisters und Personalbeauftragte des Betriebs beschließen, welche An- und Ungelernten an der modularen Nachqualifizierung teilnehmen.
- Der Bildungsdienstleister legt das Konzept dem Arbeitsamt oder anderen öffentlichen Trägern vor, um Beihilfen und Zuschüsse zu beantragen.
- Im Unternehmen lernen die Teilnehmer an konkreten Arbeitsaufträgen in der betrieblichen Praxis, der Bildungsdienstleister unterstützt die fachpraktische Unterweisung im Betrieb durch theoretische Lerneinheiten. Eine intensive Kooperation der beiden Lernorte ist wichtig, um die Lerninhalte umfassend vermitteln zu können.
- Jedes Modul wird mit einer Modulprüfung abgeschlossen. Diese werden vom Bildungsdienstleister in Zusammenarbeit mit den beteiligten Unternehmen konzipiert und durchgeführt. Die Bescheinigung über das erreichte Ergebnis erhalten die Teilnehmer vom Bildungsdienstleister.
- Welche wesentlichen Schritte während einer betrieblichen Nachqualifikation – von der Planung bis zum Abschluss der Maßnahme – in enger Zusammenarbeit zwischen Betrieb und Bildungsdienstleister durchgeführt werden, kann hier als Download abgerufen werden (Download als PDF, 41KB).
- Welche Aufgaben Bildungsdienstleister in einer betriebsnahen modularen Nachqualifizierung übernehmen, beschreibt die Handlungsanleitung „Nachqualifizierung als zweite Chance zum Berufsabschluss“ (siehe Abschnitt 10.2). Die gesamte Broschüre kann über das
Good Practice Center des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) im Internet herunter geladen werden.
© bfz gGmbH Bildungsforschung