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Lernen beim Bildungsdienstleister

Manche Praxisbereiche sind aufgrund von Arbeitsteilung und Automatisierung wenig anschaulich und in ihrem Zusammenhang schwer zu erfassen. Zudem können im Betrieb nicht alle praktischen Fertigkeiten vermittelt werden. Fachtheoretische Unterrichtsphasen beim Bildungsdienstleister ergänzen gezielt die Qualifizierung direkt am Arbeitsplatz.

Der Dozent eines Bildungsdienstleisters berichtet:

"Der Unterricht bei uns soll das Lernen am Arbeitsplatz vertiefen und ergänzen. Großen Wert legen wir vor allem darauf, theoretische Zusammenhänge zu verdeutlichen und praktische Fertigkeiten zu vermitteln, die im Betrieb nicht gelernt werden können."

Worauf achtet der Bildungsdienstleister?

Der fachtheoretische Unterricht orientiert sich ebenso wie der Unterricht im Betrieb an der Modulstruktur der Nachqualifizierung. Der Inhalt des Unterrichts muss daher eng mit dem Betrieb abgestimmt werden. Dies erfordert von den Dozenten, welche die Unterrichtsphasen der beruflichen Nachqualifizierung leiten, sich Informationen über die besonderen Bedingungen in den Betrieben und die Besonderheit der Lerngruppe verschaffen.

Mit welchen Methoden wird der begleitende Unterricht durchgeführt?

Durch verschiedene pädagogisch didaktische Methoden kann der Bildungsdienstleister das Lernen am Arbeitsplatz unterstützen: Lehrbriefe mit Leitfragen und Informationen, die von den Fachleuten des Bildungsdienstleisters erarbeitet werden, helfen den Teilnehmern, sich auch während der lernenden Mitarbeit im Betrieb vorzubereiten und das Erfahrene zu strukturieren. Auch themenbezogene Workshops und Reflexionsworkshops sowie Planspiele, die komplexe Zusammenhänge transparent machen, ergänzen die praktische Unterweisung in der betrieblichen Arbeit.

Die Vertreterin eines Bildungsdienstleisters erläutert:

"Wir haben oft Lehrbriefe im Unterricht vorbereitet und nachdem alle Teilnehmerinnen die Aufgaben gelöst hatten, wurden die Ergebnisse im Unterricht besprochen. Das hat viel gebracht. Auf diese Weise haben die Teilnehmerinnen auch mitbekommen, welche Verfahrensweisen es in anderen Betrieben gibt. Vor allem haben sie mitbekommen, dass es nicht nur eine Lösung für ein Problem gibt, sondern viele Lösungsmöglichkeiten und alle in Ordnung sind."

Welche Werkzeuge und Informationen können dabei unterstützen?

  • Welche Methoden der Bildungsdienstleister in einer Nachqualifikation an- und ungelernter junger Frauen zur Kauffrau für Bürokommunikation eingesetzt hat, Es folgt ein externer Link in einem neuen Fenster:finden Sie im Leitfaden (Download als PDF, 42KB).
    Krings, Ursula; Oberth, Christa; Zeller, Beate: Flexible Wege zum Berufsabschluss. Modulare Nachqualifizierung im Betrieb. Ein Leitfaden für die Praxis. Bertelsmann, Bielefeld 2001. Kapitel 5.